Spanking-Wissen


Warum machen Schmerzen Freude?

Wenn wir unter Stress stehen oder unser Nervensystem Schmerz wahrnimmt wird dem Nebennierenmark signalisiert Adrenalin auszuschütten. Gleichzeitig steigt der Blutdruck, Puls sowie die Muskelaktivität und der gesamte Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt. Sobald das Adrenalin über die Blutbahn das Gehirn erreicht, produziert dieses wiederum einen ganzen Cocktail von Botenstoffen, wie Endorphin, Serotonin, Melatonin und Dopamin. Der Schlüsselstoff Dopamin wird dabei sowohl bei Schmerz als auch bei Glücksgefühlen produziert. Die Botenstoffe erzeugen im Körper eine Art Euphorie – man fühlt sich ein Stück weit „high“. Auf diese Weise können Menschen Glück und Schmerz gleichzeitig empfinden. Und dies ist kein Sonderfall: Ähnlich gelagert ist es mit Ausdauersportlern. Sie quälen sich über viele Kilometer im Marathon und erleben dabei ein Flow-Gefühl, ein wahres Glücksgefühl aufgrund der verstärkten Dopaminproduktion. Ähnliches ist bei der Zubereitung von Speisen zu beobachten: Zahlreiche Menschen schärfen ihre Speisen zusätzlich mit Chili. Nicht selten wird dies auch übertrieben, sodass das Resultat nicht selten schmerzverzerrte Gesichter sind. Trotzdem fühlen sich diese Menschen nach dem Essen meist frischer und glücklicher.

Frau spankt Mann mit Paddle Das Gesäß ist zudem eine ganz besondere Stelle des Körpers. Es stellt wie die Geschlechtsorgane eine erogene Zone des Menschen dar. Anders als bei den übrigen erogenen Körperzonen sind beim Gesäß die Nerven jedoch unter einer dicken Fettschicht verborgen. Eine Stimulation durch sanftes Streicheln über das Gesäß erzeugt daher keine sexuelle Erregung. Es bedarf härterer Methodiken, um die Erregung auszulösen. Beim Spanking kann die Stimulation tief bis zu den Nerven hervordringen und den allgemeinen Erregungszustand verstärken. Neben den Nerven im Gesäß werden dabei als Nebeneffekt auch die Geschlechtsorgane mechanisch mitstimuliert – sowohl direkt durch die Schlagwirkung, die sich auch über das Gesäß hinaus schockwellenartig ausbreitet. Aber auch die aus dem Spanking erzeugte rhythmische Bewegung des Gespankten führt zu einer weiteren mechanischen Stimulation der Geschlechtsorgane (Brust, Penis, Klitoris). Ein weiterer Effekt der bei der Stimulation des Gesäßes auftritt ist die Förderung der Durchblutung in der Beckengegend. Dieser durchblutungsfördernde Effekt wirkt dabei auch auf die Gegend der naheliegenden Geschlechtsorgane mit ein und erhöht den Erregungszustand.

Neben den rein physiologischen Effekten steigern die psychologischen Phantasien die Erregung zusätzlich. Für den Gespankten (ob Mann oder Frau) ist oftmals das Gefühl der Unterwerfung, Erniedrigung, Verwundbarkeit und nicht zuletzt der sexuellen Objektifizierung gegenüber dem aktiven Partner sexuell erregend. Auf der anderen Seite erregt den ausführenden Partner ein Gefühl der Macht, Kontrolle und Überlegenheit sowie das Vergnügen mit dem attraktiven Partner nach Belieben spielen zu können. Für viele Frauen ist die Hingabe und Aufgabe ein wichtiges Element sexueller Lust. Ein spannend inszeniertes Rollenspiel kann diesen Effekt verstärken. Ob der strenge Lehrer seine Schülerin für Verfehlungen bestraft oder die Chefin ihren faulen Untergebenen durch handfeste Argumente zu mehr Arbeitsmotivation verhilft. Es gibt hunderte möglicher Szenen, um die Phantasie beider noch authentischer Umzusetzen. Auch bei der Vorbereitung des Spanking-Abenteuers können schon Rollenspiele integriert werden.