Spanking-Wissen


Spanking-Instrumente

Die richtige Wahl des Spanking-Instruments spielt eine entscheidende Rolle bei der Durchführung eines lustvollen Spanking-Erlebnisses. Je nach Erfahrungsgrad des Gespankten können mit unterschiedlichen Instrumenten unterschiedliche Schmerzintensitäten hervorgerufen werden. Naturgemäß bietet sich für Einsteiger zunächst die Anwendung leichterer, weniger intensiver Instrumente an. Grundsätzlich sollte auf eine ausreichende Hygiene geachtet werden. Gerade bei wechselnden Partnern, sollten die Spielinstrumente nach jeder Anwendung stets gründlich gereinigt werden. Warum werden überhaupt Spanking-Instrumente verwendet? Mit Spanking-Instrumenten macht es einfach wesentlich mehr Spaß. Ein Paddle lässt sich in die Hand nehmen, schafft eine einprägsame Drohkulisse und verleiht dem Ausübenden psychologisch zusätzliche Dominanz und Macht. Das Spanking-Instrument wird zur Symbol für die Überlegenheit und verleiht Autorität. Nicht ohne Grund wird bei Rhetorik-Seminaren gelehrt, dass ein Holzstock in der Hand dem Redner wesentlich mehr Autorität und Charisma verleiht als ein Redner, der freihändig ohne Hilfsmittel dasteht.

Flache Hand

Dies ist die schnellste und unkomplizierteste Methode das Spanking durchzuführen und stellt somit den absoluten Klassiker dar. Der Vorteil dieser Methode ist, dass keine Hilfsinstrumente benötigt werden und dieser Akt daher zu jeder Zeit und überall möglich ist. Die flache Hand eignet besonders für das sogenannte Warm Up, also dem langsamen Aufwärmen zu Beginn der Spanking-Session. Nachteil ist, dass die Schmerzintensität nicht besonders groß ist und durch das wiederholte Auftreffen der Handfläche auch ein schmerzhaftes Ziehen für den aktiven Partner entstehen kann. Man muss fester zuhauen, um die gleiche Schmerzintensität wie mit einem Paddle zu erzielen. Außerdem möchten einige Menschen die Hand als zärtlichen, liebenden Teil nicht für das Spanking missbrauchen. Schmerzintensiver kann diese Form des Spanking sein, wenn sie auf ein bereits vor kurzer Zeit intensiv gespanktes Gesäß angewendet wird, da diese Bereiche aufgrund der kürzlich erfolgten Spankings sensitiver sind.

Holzlöffel

Ein Gegenstand, der sich in fast jedem Haushalt findet und sich prima zum Spanking eignet ist der Kochlöffel. Der Klassiker ist hierbei der Löffel aus Holz, aber auch moderne Plastiklöffel verfehlen ihre Wirkung nicht. Je nach Schlagintensität eignen sich Löffel auch als lockeres Warm Up oder zum kleinen Spanking zwischendurch. Das Schlagen mit dem Löffel ist recht geräuscharm. Der Schmerz bleibt eher oberflächlich wodurch sich diese Art des Spankings auch gut für Oberschenkel eignet. Der Löffel hat jedoch auch Schwächen, da er nicht speziell für das Spanking gedacht ist. Er bricht leicht und weist nur eine geringe Schlagfläche auf.

Gürtel/Riemen

Weit verbreitet war in der Geschichte die Züchtigung mit dem Ledergürtel. Die Intensität kann meist gut dosiert und je nach Materialstärke des Leders beachtliche Schlagwirkungen erzielt werden. Ein Nachteil der Methodik besteht darin, dass der ideale Auftreffpunkt schwieriger zu treffen, da es sich um einen nicht-starren Gegenstand handelt, der frei schwingt. Die Wucht des Schlages wird durch das Nachschwingen des Gürtel- bzw. Riemenendes bestimmt. Vorteil ist, dass er in jedem Haushalt zu finden ist. Jedoch läasst er sich mitunter nur schwer kontrollieren und die Schläge können verhältnismäßig laut sein. Zudem können sich deutliche Striemen auf der Hautoberfläche bilden.

Rohrstock

Der Rohrstock ist eines der beliebtesten und bekanntesten Züchtigungsinstrumente überhaupt. Er kann sehr variabel hinsichtlich Schmerzintensität und zurückbleibenden Spuren eingesetzt werden. Der Rohrstock ist sehr verbreitet in Großbritannien, wo er in Privatschulen vereinzelt auch heute noch Anwendung findet. Der Rohrstock wird aus Rattan mit einer Stärke von rund 0,5 bis 1 cm hergestellt. Es kann zwischen geschälten und ungeschälten Rohrstöcken unterschieden werden. Die ungeschälten Rohrstöcke sind in ihrer Schmerzempfinden etwas milder, wohingegen die geschälten Rohrstöcke ein sehr intensives Schmerzempfinden hervorbringen können. Geschälte Rohrstöcke weisen eine hellere Farbe auf und können so von den ungeschälten Rohrstöcken optisch unterschieden werden. Es existieren zahlreiche Unterarten des Rohrstocks. So weisen einige Stöcke am Ende einen U-förmiges Ende auf, wodurch sie einem Spazierstock ähnlich sehen. Ferner ist ein breites Spektrum von verschiedenen Stocklängen und Rohrhärten anzutreffen, wodurch verschiedenste Anwendungen ermöglich werden. Je nach Schlagintensität kann sich das Schmerempfinden von leichtem Ziehen bis hin zu starken Schmerzen erstrecken. Bei intensiver Nutzung bleiben deutlich Striemen und teilweise Hämatome auf der Gesäßfläche zurück, was auch in den Folgetagen zu Schmerzen beim Sitzen führen kann.

Gerte

Gerten wurden ursprünglich im Reitsport eingesetzt und erst später im Erotikbereich zweckentfremdet. Reitgerten bestehen zumeist aus einem flexiblen Fiberglaskern, welcher mit einem Geflecht aus Kunststoff ummantelt ist. Typischerweise eignen sich Reitgerten mit einer Länge von 60 – 80 cm optimal für das Spanking. Wie bei den Rohrstöcken finden sich auch bei Reitgerten eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten. Einige Gerten weisen am Schlagende eine kleine Kunststoffklatsche auf. Bei anderen Modellen findet sich anstelle der Klatsche eine kleine freischwingende Schnur, welche die Auftreffgeschwindigkeit - ähnlich wie beim Schlagprinzip der Peitsche - erhöht. Durch die biegsame Struktur der Gerte werden enorme Auftreffgeschwindigkeiten erzielt, wodurch intensive Schmerzwirkungen hervorgerufen werden. Gleichzeitig sind die Geräusche bei der Anwendung vergleichsweise gering, was die Gerte zu einem diskreten, aber wirkungsvollen Züchtigungsinstrument macht. Die zurückbleibenden Striemen verschwinden meist bereits nach kurzer Zeit. Die Gerten, welche zusätzlich eine kleine Klatsche an ihrem Ende aufweisen, hinterlassen keine Striemen, da sie flächiger auftreffen. Auch hier können jedoch beachtliche Schmerzintensitäten erzielt werden. Alles in allem ist die Gerte sehr wirkungsvoll und flexibel einsetzbar, was sie als ideales Spanking-Instrument qualifiziert.

Paddel

Vor allem in den USA sind Paddel aus Holz oder schwerem Leder beliebt. Paddle sind im Grunde Holzbretter mit einer Stärke von 0,5 cm bis 1,5 cm und einer Länge von 30 – 40 cm. An einem Ende ist ein Griff angebracht, mit dem das Paddle geschwungen wird. Um die Auftreffgeschwindigkeit des Paddles und damit die Schmerzintensität zu steigern, sind auf der Schlagfläche kleine Löcher angebracht. Diese verringern den Luftwiderstand und vermindern die Bildung von einem bremsenden Luftpolster zwischen Paddle und Haut unmittelbar vor Auftreffen. Mit Paddle ohne Löcher lassen sich daher nur geringere Schlagwirkungen erzielen. Die Schmerzintensität ist abhängig von der Größe des Paddles, dem Gewicht und dem Material aus dem es gefertigt ist. Einfluss hat außerdem naturgemäß der Bekleidungszustand des Gespankten. Kleine Paddle eignen sich besonders für Einsteiger, da die Intensität durchschnittlich bis hoch ist. Mit großen Paddles können hingegen sehr große Schmerzwirkungen erzielt werden, jedoch ist hier ein wenig Übung mit dem sicheren Umgang des Paddles vorab zu empfehlen. Holzpaddles erzeugen ein verhältnismäßig lautes Klatschgeräusch. Im Handel erhältlich sind zunehmend auch Lederpaddel speziell für den SM-Bereich. Ihre Wirkung unterscheidet sich jedoch von traditionellen Holzpadddle. Die erzielbare Schmerzintensität ist aufgrund der flexiblen Struktur und der häufig dünnen Ledermaterialen deutlich geringer. Mehr zum Aufbau eines Holzpadddle erfahrt ihr hier. Der traditionelle Einsatz des Holzpaddles in britischen Schulen ist in zahlreichen Filmen Gegenstand. Ein Klassiker ist der der Film „Club der toten Dichter“ (engl. „Dead Poets Society“). Paddle lassen sich in einer Vielzahl unterschiedlicher Spanking-Stellungen einsetzen und sind für Einsteiger wie Erfahrene gleichermaßen geeignet.

Peitsche

Es existiert eine sehr große Vielfalt unterschiedlicher Peitschenformen. Die Peitsche wurde seit der Antike als Folter- oder Bestrafungsinstrument verwendet. Sie hat aber auch humanere Anwendungsbereiche. So wird sie auch zur Erzeugung von Geräuschen, als Kommunikationsmittel für die Dressur als auch als Kinderspielzeug für sogenannte Peitschenkreisel verwendet. Die der Peitsche zugrunde liegende Physik ist bemerkenswert: Das Ende der Peitsche kann kurz vor dem Auftreffen Überschallgeschwindigkeit erreichen, wodurch der charakteristische Knall erzeugt wird. Grund für die hohe Geschwindigkeit ist, dass die Bewegungsenergie der Peitsche während der Schlagbewegung nach den Gesetzen der Physik (und abgesehen von Reibungseffekten) stets konstant bleibt. Die Peitschenabschnitte kommen jedoch während der Schlagbewegung sukzessive vom Griff beginnend zur Ruhe. Auf diese Weise werden, die sich noch in Bewegung befindlichen Teile beschleunigt. Kurz vor Ende der Schlagbewegung befindet sich die gesamte ursprüngliche Bewegungsenergie in einem sehr kleinen Teil der Peitsche – die Geschwindigkeit ist entsprechend hoch und geht (theoretisch) gegen unendlich. Es sind verschiedene Peitschentypen bekannt. Ursprünglich in der Seefahrt verbreitet hat die „Neunschwänzige Katze“ auch Einzug in die moderne SM-Szene erhalten. Sie ist eine Riemenpeitsche bestehend aus neun geflochtenen Seilen. Die sogenannte Geißel hat an den Riemenenden zudem kleine Knoten oder Widerhaken, welche starke Verletzungen hervorrufen können. Zum Handwerkszeug von Cowboys gehört die sogenannte Bullenpeitsche (bull whip) oder Schlangenpeitsche (snake whip). Hierbei handelt es sich um eine lange, einschwänzige Peitsche. In zahlreichen islamischen Ländern wird die Peitsche als Bestrafungsinstrument verwendet. Prominente Beispiele ist die Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani und der saudische Blogger Raif Badawi, an dem im Jahr 2015 50 Peitschenhiebe vollstreckt wurden.

Tawse

Dieses Instrument hat seinen Ursprung in Schottland. Es handelt sich um einen aus dicken Leder gefertigten Lederriemen. Die Länge beträgt rund 40 – 50 cm. Der Lederriemen ist etwa ab der Mitte zweigeteilt. Die Anwendung der Tawse ist verhältnismäßig einfach und sicher, da die Lederriemen meist eine sehr glatte Oberfläche aufweisen. Die Schlagwirkung kann beträchtlich sein. So ist auch durch den bekleideten Hintern ein starkes Schmerzempfinden möglich. Zudem ist eine Anwendung auf den Poansatz oder Oberschenkel möglich. Die Tawse ist ein ideales, flexibles Schlaginstrument zum Warm Up oder für ausgedehnte Züchtigungen.

Weitere Gegenstände

Neben den vorgestellten Spielinstrumenten eignen sich eine Vielzahl weiterer Gegenstände für das Spanking, die in vielen Haushalten anzutreffen und sich daher mitunter einer großen Beliebtheit erfreuen: Hierzu gehören beispielsweise Lineale aus Holz oder Kunststoff, Tischtennisschläger oder Elektrokabel. Der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.